Guy Mezger
Guy Mezger, geboren am 1. January 1968 in Houston, Texas, ist ein Mixed Martial Arts (MMA) Kämpfer aus den USA. Guy Mezger hat Wettkämpfe in vielen verschiedenen Kampfsportarten bestritten, wie Vollkontakt-Karate, Kickboxen und Boxen. Am bekanntesten is Mezger aber für seine Mixed Martial Arts Kämpfe bei den UFC und Pride FC. Im Januar 2005 ist Guy Mezger als aktiver Wettkämpfer zurückgetreten. Er ist jetzt Trainer im Lion’s Den Dallas. In seiner Karriere errang Guy Mezger unter anderem Siege über Tito Ortiz, Masakatsu Funaki, Yuki Kondo and Enson Inoue.
Guy Mezger hat mit vielen verschiedenen bekannten MMA-Kämpfern und MMA-Trainern zusammengearbeitet. Sein Judo Trainer war Vince Tamura, Ringen lernte er von Willie Thompson und Billy “Jack” Jackson brachte ihm Kickboxen bei. Der bekannte MMA-Kämpfer Ken Shamrock trainierte Guy Mezger im Submission Fighting, Pancrase und in Mixed Martial Arts.
Sein letzter Kampf war gegen Tito Ortiz in UFC angesetzt. Guy Mezger musste diesen Kampf jedoch aufgrund von körperlichen Beschwerden absagen. Aktuell ist Guy Mezger Direktor der World Combat League, die sich auf Vollkontaktkämpfe in verschiedenen Stilrichtungen spezialisiert hat. Guy Mezger ist auch Autor eines Buches mit dem Titel “The Complete Idiot’s Guide to Kickboxing” (zu deutsch: “Die vollständige Kickbox-Anleitung für Idioten”, Verlag Alpha Books).
Zu Beginn seiner Kämpfer-Karriere trat Guy Mezger bei den Ultimate Fighting Championships in der Veranstaltung UFC 4 (Revenge of the Warriors) auf . Mezger kämpfte dort als Ersatzmann gegen Jason Fairn und konnte nach einem schnellen Takedown in die Mount Position gelangen, von wo er eine Schlaghagel auf Jason Fairn niederprasseln ließ, der den Kampf schnell beendete. In UFC 5 kämpfte Guy Mezger gegen John Dowdy und besiegte diesen durch Technischen KO in weniger als 2 Minuten, ebenfalls mit Schlägen aus der Mount-Position heraus. Es dauerte eine Weile, bis Guy Mezger zu UFC 13 (Ultimate Force) ins Oktagon zurückkehrte. Er kämpfte dort im Lightweight Turnier bis 200 lbs. (ca. 90 kg). In seinem ersten Kampf trat Guy Mezger gegen einen Judokämpfer namens Christophe Leninger an. Leninger konnte Mezger am Anfang des Kampfes zu Boden bringen, jedoch gewann Mezger dort schnell die Kontrolle über ihn und gewann am Ende des Kampfes durch Entscheidung. Im nächsten Kampf nahm es Mezger mit dem UFC-Debütanten Tito Ortiz auf, der später zum Superstar werden sollte. Metzger hatte mit Leninger zuvor schon 15 Minuten gekämpft, während Ortiz noch relativ frisch aus einem Kampf mit nur 30 Sekunden Länge kam. Tito konnte Mezger schnell zu Boden bringen und platzierte mehrere Kniestöße zum Kopf von Guy Mezger. Der Ringrichter Big John McCarthy stoppte den Kampf um Guy Mezger nach Platzwunden zu untersuchen. Der Kampf wurde von John McCarthy im Stand wieder gestartet und Ortiz versuchte sofort einen weiteren Takedown zu erreichen. Guy Mezger konnte dabei jedoch einen Guillotine Choke (Würgegriff) ansetzen, der Tito Ortiz zur Aufgabe zwang.
Guy Mezgers letzter UFC-Kampf war eine Revanche mit Tito Ortiz in UFC 19 (Ultimate Young Guns). Ortiz dominierte diesen Kampf und nach 9 Minuten und 55 Sekunden stoppte der Ringrichter den Kampf, nach dem Guy Mezger mehrere Treffer ohne Gegenwehr einstecken musste. Tito Ortiz zog sich daraufhin ein T-Shirt mit beleidigenden Sprüchen gegenüber Guy Mezger an. Mezgers Trainer Ken Shamrock reagierte darauf erbost. Im Jahr 2004 sollten Ortiz und Mezger zum dritten Mal gegeneinander antreten bei der Veranstaltung UFC 50. Jedoch musste Mezger zwei Wochen vorher aus gesundheitlichen Gründen absagen.
Der Ex-UFC Champion Guy Mezger gab sein Pride Debüt bei Pride 6 gegen Akira Shoji, einen berühmten japanischen Kämpfer. Mezger verlor durch Mehrheitsentscheidung. Anschließend unterzeichnete Mezger eine Vertrag über einen Kampf gegen Kazushi Sakuraba in der Eröffnungsrunde des Pride Grand Prixs. Der Vertrag besagte, dass der Kampf über eine Runde mit 15 Minuten gehen würde und es keine Verlängerung geben würde. Während des Kampfes war Mezger die meiste Zeit defensiv und schlug immer wieder Jabs. Er war sich der Gefahr von Kazushi Sakurabas Takedowns bewußt. Als die Runde endete, erwartete Mezger eine Punktrichterentscheidung. Die Punktrichter forderten jedoch eine Verlängerung. Guy Mezger und seine Ecke verweigerten die Verlängerung mit Hinweis auf den Vertrag. Es kam zum Streit in dessen Verlauf Guy Mezger auf Anweisung seines Trainers Ken Shamrock den Ring verließ. Im Verlauf des Kampfabends entschuldigte sich der Präsident von Pride FC öffentlich gegenüber Guy Mezger für das Mißverständnis. Im nächsten Kampf trat Guy Mezger gegen den japanischen Kämpfer Masaaki Satake an, dem er durch einstimmige Entscheidung die zweite Niederlage in Folge zufügte.
Bei Pride 10 traf Guy Mezger auf den brasilianischen Superstar Wanderlei Silva. Mezger lieferte einen guten Kampf und schaffte es mit guten Kombination Wanderlei Silva eine schwere Platzwunde zuzufügen. Letztendlich schaffte Wanderlei Silva es jedoch Guy Mezger nach 3 Minuten und 45 Sekunden in der ersten Runde KO zu schlagen.
Beim nächsten Kampf konnte Mezger diese Niederlage mit einem Sieg durch TKO gegen Alexander Otsuka bei Pride 12 wiedergutmachen. Otsuka forderte Guy Mezger zu einem Rückkampf heraus, wurde jedoch zum zweiten Mal ordentlich verprügelt und verlor durch technischen KO. In Pride 13 begegnete Guy Mezger Enson Inoue. Es war ein erstaunlich leichter Sieg durch KO, den er über Inoue errrang.
In Pride 14 kämpfte Guy Mezger gegen Chuck Liddell der gerade einen atemberaubenden KO Sieg über den früheren UFC Heavyweight Champion Kevin Randleman errungen hatte. Guy Mezger dominierte den Kampf in der ersten Runde und punktete sogar mit einem Niederschlag. Chuck Liddell stand jedoch sofort wieder auf und schien unbeeindruckt. Die zweite Runde dauerte nicht lange. Chuck Liddell kam aus der Ecke und knockte Guy Mezger geradewegs aus, der unter Zuckungen zu Boden ging und später auf einer Trage aus dem Ring getragen wurde.
In Pride 16 betrat Guy Mezger den den Ring mit eine amerikanischen Flagge um seine Schultern um seinen Respekt gegenüber den Opfern der World Trade Center Attacken in New York zu zeigen. Sein Gegner war Ricardo Arona. Am Anfang des Kampfes umkreisten sich Arona und Mezger vorsichtig um sich abzutasten. Bald darauf gingen sie jedoch mit heftigen Schagabtäuschen aufeinander los. Guy Mezger konnte mit zwei Takedowns und einer Sidemount am Ende der ersten Runde punkten. Die zweite Runde verlief ähnlich, wobei Guy Mezger ein guter Tritt zu Aronas Gesicht gelang. Arona ging jedoch nicht zu Boden und war nur kurz etwas benommen. Die dritte Runde verlief gänzlich anders. Arona punktete mit einem guten Takedown und arbeitete dann mit kurzen und effektiven Schlägen für den Rest des Kampfes aus Guy Mezgers Guard heraus. Am Ende des Kampfes war Mezger so erschöpft, dass er nicht mehr von alleine aufstehen konnte. Die Ringrichter belohnten Ricardo Arona mit einer Mehrheitsentscheidung.
Nach einem Jahr Pause kehrte Mezger bei Pride 22 zum Wettkampf zurück und gewann eine Punktrichterentscheidung über Norihisa Yamamoto. Danach kämpfte Mezger gegen Antonio Rogerio Nogueira bei Pride 24. Mezger gewann mehrere Schlagabtäusche konnte konnte seine Fähigkeiten bei der Takedown und Submission Verteidung unter Beweis stellen. Dennoch verlor Guy Mezger den Kampf durch Mehrheitsentscheidung.
Nach seinem Rücktritt trainiert Guy Mezger inzwischen MMA-Schüler im Lion’s Den in Dallas. Außerdem ist er Assitenztrainer der Nevada Lions aus der International Fight League, die von Ken Shamrock trainiert werden.
