UFC-Regeln
Das UFC-Regelwerk
Die Kampffläche bei der UFC ist kein herkömmlicher Ring mit Seilen, wie beim Boxen oder bei Pride FC, sondern hat die Form eines Achtecks (Octagon oder auch Cage genannt), dass durch Maschendrahtzäune begrenzt ist. Der Zaun soll die Kämpfer vor Verletzungen durch herausfallen aus dem Ring schützen. Die Kämpfer tragen als Faustschützer Grappling-Handschuhe, die an den Fingern offen sind und damit das Greifen des Gegners erlauben. Obwohl die Kämpfe oft (insbesondere in den Anfängen der UFC) als No-Rules Contests proklamiert wurden, gelten bei UFC-Kämpfen verschiedene Regeln die die Gefahr von schweren Verletzungen verringern sollen. In UFC-Titelkämpfen wird drei Runden à fünf Minuten gekämpft. Zwischen zwei Runden ist jeweils eine Minute Pause. Nicht-Titelkämpfe gehen in der UFC nur über drei Runden. Wird ein Kampf nicht vorzeitig beendet, so wird jede Runde von drei Punktrichtern bewertet und ein Sieger durch Entscheidung verkündet. Der Ringrichter kann bei inaktivität der Kämpfer in einer Patt-Situation die Runde im Stehen neu starten. In der UFC gibt es mehrere Gewichtsklassen.
UFC-Gewichtsklassen
- Lightweight: weniger als 155 lbs.
- Welterweight: bis 170 lbs.
- Middleweight: bis 185 lbs.
- Light Heavyweight: bis 205 lbs.
- Heavyweight: bis 265 lbs.
- Super Heavyweight: offen
Verbotene Handlungen (Fouls)
- Kopfstöße
- Fingerstiche in die Augen
- Beißen
- Haare ziehen
- Fish hooking (beispielsweise Einführen der Finger in Mund oder Nase des Gegners und reißen am umgebenden Gewebe)
- Tiefschläge
- Einführung der Finger in Körperöffnungen, Platzwunden oder Verletzungen des Gegners
- Hebel/Griffe an kleinen Gelenken
- Schläge auf den Hinterkopf oder die Wirbelsäule
- Abwärts gerichtete Schläge mit der Spitze des Ellbogens
- Schläge zum Hals und Greifen der Luftröhre
- Kratzen und Kneifen
- Greifen des Schlüsselbeines
- Tritte zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners
- Knieattacken zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners
- Stampftritte auf einen am Boden liegenden Gegner
- Fersentritte zu den Nieren
- Werfen des Gegners auf Kopf oder Nacken
- Werfen des Gegners aus dem Octagon
- Hose oder Handschuhe des Gegners festhalten
- Anspucken des Gegners
- Unsportliche Vorgehensweisen die Verletzungen zur Folge haben
- Halten an den Seilen oder am Zaun
- Beleidigungen innerhalb des Rings
- Angreifen des Gegners während der Pause
- Angriffe auf den Gegner während der sich in der Obhut des Ringrichters befindet
- Angriffe nach der Ringglocke
- Nichtbeachtung der Schiedsrichterentscheidungen
- Feigheit, Vermeidung des Kontaktes mit dem Gegner, absichtliches oder wiederholtes Verlieren des Mundstückes, Vortäuschen einer Verletzung
- Eingreifen der Ecke in den Kampf
- Handtuch-Werfen während des Kampfes
Wege zum Sieg
- Aufgabe durch abklopfen oder verbale Aufgabe
- Technischer KO (Ringrichter bricht Kampf ab)
- Entscheidung durch die Punktrichter
- Disqualifikation des Gegners
- Gegner tritt nicht an
